Regenwürmer sind Wirbellose, die zu den Ringelwürmern gehören. In Deutschland gibt es fast 50 Regenwurmarten. Der bekannteste ist der sogenannte „Gemeine Regenwurm“, der bis zu 30 cm lang werden kann.
Zu seinem Namen kam der Regenwurm, weil er sich beim oder nach dem Regen gerne zeigt. Regenwürmer leben in Gängen in der Erde. Wenn es regnet, füllen sich die Gänge mit Wasser und der Wurm würde ertrinken, wenn er nicht an die Oberfläche fliehen würde.
Der Regenwurm verfügt über erstaunliche Fähigkeiten: Regenwürmer schlafen nicht, fallen im Winter in Kältestarre und können verloren gegangene Körpersegmente ganz oder teilweise regenerieren.

Angelwürmer

Die klassischen Würmer zum Angeln sind der Tauwurm, der Mistwurm und Dendrobena.
Tauwürmer sind im Prinzip überall zu finden. Es gibt zweifelhafte Anleitungen, dass man Tauwürmer nachts mit Taschenlampe aufspüren und mit Senfmehl anlocken kann. Ob sich der Erwerb des Senfmehls aus dem Reformhaus lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Vielleicht wäre es besser, gleich die Würmer zu kaufen. Die Zucht des Tauwurms soll jedenfalls nicht so einfach sein, sofern der Hobbykeller dafür genutzt werden muss.
Dendrobena wird auch „Roter Riesenregenwurm“ genannt. Wie der Name vermuten lässt, ist die Art sehr groß und bei Anglern sehr beliebt. Wer möchte, kann „Dendro“ – wie die Art liebevoll genannt wird – auf einem Gemisch aus Kompost und Kaffeesatz züchten, heißt es.
Wahrscheinlich gelingt jedoch die Zucht aller vorgestellten Arten in einer professionellen Wurmfarm besser.

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Futterwürmer

Viele Vögel, Reptilien oder Nagetiere fresssen Würmer und wer sein Haustier artgerecht halten möchte, muss für entsprechendes Futter sorgen.
Viele heimische Wurmarten sondern ein Sekret ab und sind daher nicht als Tiernahrung geeignet. Deshalb ist davon abzuraten, Tiere in der Natur zu fangen. Uns Menschen mangelt es am Gespür, die richtigen Würmer auszusuchen.
Beim Wurmkauf sollte man darauf achten, dass die Wurmfarm ökologischen Kriterien gerecht wird, damit die Haustiere kein chemisch verunreinigtes Futter bekommen.
In der Natur sind Würmer für viele Tiere vom Eichhörnchen bishin zur Eule eine Art Ergänzungsfutter. Für Kröten, Molche oder Singvögel – wie Drossel oder Rotschwänzchen – können sie jedoch vollwertiges Alleinfutter sein.

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Garten- und Kompostwürmer

Der Garten- oder Kompostwurm wird nur etwa 16 cm lang, ist meist ziemlich dünn und sehr quirlig. Durch seine rote Farbe unterscheidet er sich von seinen Verwandten.
Der Kompostwurm ist ein fleißiger Helfer im Garten, weil er die Erde auflockert. Besonders wohl fühlt er sich jedoch im Komposthaufen und hilft bei der Kompostierung.
Meist kann man Kompostwürmer kiloweise kaufen, wobei ein Kilogramm etwa 1100 Würmern entspricht.
Wer im Internet nach Schlagworten wie „regenwuermer“ oder „regenwuermer kaufen“ sucht, wird sicherlich schnell ein passendes Angebot finden.

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Bodenverbesserung durch Regenwürmer

Der ökologische Nutzen des Tieres, dass oft als „eklig“ bezeichnet wird, ist sehr hoch.
Durch den Einsatz schwerer Landmaschinen wird der Boden gepresst und komprimiert. Regenwürmer wirken dem entgegen und leisten einen bedeutenden Beitrag zur Bodenverbesserung. Sie lockern den Boden auf und bieten anaeroben Bakterien Lebensraum. Diese sorgen dafür, dass organische Stoffe noch schneller abgebaut und zu Kompost werden. Ohne den Sauerstoff, der durch die Gänge der Würmer in den Boden eindringen kann, hätten die Bakterien keine Chance zu überleben. Auch Wasser kann besser eindringen.
Regenwürmer setzen übrigens ihre verdaute Nahrung in Mineralien um, mit denen der Boden angereichert wird.